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Wettervorhersage
Letzte Aktualisierung: 22.01.2020, 19.34 Uhr
Eine vom Atlantik bis nach Südosteuropa reichende Hochdruckzone und bodennah teils feuchte Kaltluft bestimmen das Wetter in Baden-Württemberg. FROST/GLÄTTE/GLATTEIS: Unter Hochnebel teils Dauerfrost mit Höchstwerten von -1 Grad. In der Nacht zum Donnerstag verbreitet leichter bis mäßiger Frost, vereinzelt Reifglätte. Bei Nebel auch Glätte durch gefrierende Nässe. Im Norden in der Nacht und bis in die Vormittagsstunden des Donnerstages bewölkt, dabei ist geringfügiger Sprühregen nicht auszuschließen. Im Zusammenspiel mit leichtem Frost besteht lokal ein geringes Glatteisrisiko. NEBEL: In der Nacht zum Donnerstag streckenweise Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.
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Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Mittwoch, 22. Januar 2020 19:34:07 Uhr:


Teils Sonne, teils Hochnebel und Dauerfrost. Nachts überall Frost, teils Nebel, lokal Glätte, im Norden geringes Glatteisrisiko.
Heute Nachmittag und Abend weiterhin gebietsweise trüb unter Hochnebel, abseits davon sonnig, vor allem auch in den Hochlagen. Im Dauergrau um 0°, teils Dauerfrost. Mit Sonne Höchstwerte zwischen 2° und 7°. Schwacher Nordostwind. In der Nacht zum Donnerstag von Norden aufkommende Bewölkung, im Nordosten dabei geringer Sprühregen und damit lokales Glatteis nicht ganz ausgeschlossen. In den südlichen Landesteilen teils klar, entlang von Flussniederungen aber häufig Nebel, zwischen Donau und Bodensee teils auch Hochnebel. Bei 0° bis -7° streckenweise Reifglätte.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Mittwoch, 22. Januar 2020 19:34:07 Uhr:


Am Donnerstag im Norden anfangs wolkig, nachfolgend und in den übrigen Landesteilen abseits teils zäher Nebel- und Hochnebelfeldern sonnig. Maxima zwischen 0° bei anhaltendem Nebel oder Hochnebel und 6° im Schwarzwald. In Niederungen schwacher Ostwind, im Bergland auch frische bis starke Böen. In der Nacht zum Freitag zunächst gering bewölkt, dann gebietsweise Nebel und Hochnebel. Bei Tiefstwerte zwischen -2° und -8° streckenweise Glätte durch Reif.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Mittwoch, 22. Januar 2020 19:34:07 Uhr:


Am Freitag abseits von hartnäckigem Nebel zunächst sonnig, im Tagesverlauf von Südwesten wolkiger, meist trocken. Höchstwerte zwischen 2° und 9°. Überwiegend schwacher Wind aus südlichen Richtungen. In der Nacht zum Samstag stark bewölkt, gebietsweise etwas Regen. Dann mitunter Glatteisgefahr. Tiefstwerte +2° bis -3°, leichter Frost vor allem im Bergland und in den östlichen Landesteilen.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Mittwoch, 22. Januar 2020 19:34:07 Uhr:


Am Samstag zunächst bewölkt, gelegentlich etwas Regen. Im Tagesverlauf zunehmende, von Süden teils größere Auflockerungen. Erwärmung auf 3° bis 8°. Schwacher Wind unterschiedlicher Richtung. In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt, in Flussniederungen Nebel. Meist niederschlagsfrei. Tiefstwerte +3° bis -2°, streckenweise Glättegefahr.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Samstag, 25.01.2020 bis Samstag, 01.02.2020 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Mittwoch, 22.01.2020, 13:33 Uhr

Übergang zu wechselhaftem und windigem Wetter mit zeitweiligem Regen. Nur im Südosten längere trockene Abschnitte. Dabei mild bis sehr mild und erst am Mittwoch vorübergehend kälter.

Vorhersage für Deutschland bis Mittwoch, 29.01.2020, Am Samstag häufig stark bewölkt oder trüb und vereinzelt etwas Regen oder Nieselregen, im äußersten Osten anfangs vereinzelt noch mit Glatteisgefahr. Im Osten anfangs noch größere Wolkenlücken, später auch von den Alpen und der Schweiz her Auflockerungen. Höchsttemperatur 1° bis 8° mit den höchsten Werten in Westdeutschland. An der See schwacher bis mäßiger Süd- bis Südwestwind, sonst schwachwindig. In der Nacht zum Sonntag unterschiedlich bewölkt, vereinzelt geringfügiger Regen oder Nieselregen, über der Mitte und im Süden mit geringer Glatteisgefahr. Im Norden und Westen überwiegend frostfrei, sonst +2° bis -4°.

Am Sonntag im Süden und Osten noch längere Zeit trocken und neben Nebel und Hochnebel auch einige Auflockerungen oder sonnige Abschnitte. Ansonsten zunehmend bedeckt und aufkommender Regen. Höchsttemperaturen zwischen 5° im Osten und nahe 11° in Südbaden. Im Südosten teils Werte nur um 2°. Schwacher bis mäßiger, im Nordwesten auffrischender Süd- bis Südwestwind. An der Nordsee später steife bis stürmische Böen. In der Nacht zum Montag stark bewölkt bis bedeckt und zeitweise Regen. Tiefstwerte +6° bis +1°, im Südosten leichter Frost bis zu -3° und dort Eisglätte möglich.

Am Montag wechselnd bis stark bewölkt und gelegentlich etwas Regen. Im Nordwesten im Tagesverlauf auch mäßiger Regen. Im Osten und Süden Auflockerungen, Richtung Alpen auch längere sonnige Abschnitte. Höchsttemperatur zwischen 5° in Südostbayern und bis zu 11° am Oberrhein. Im Süden schwacher, sonst mäßiger, in Böen frischer bis starker Süd- bis Südwestwind. An der Küste und im höheren Bergland teils stürmisch, in exponierten Kamm- und Gipfellagen (schwere) Sturm- oder orkanartige Böen. In der Nacht zum Dienstag mit Tiefstwerten von +8° bis +2° überwiegend frostfrei, lediglich im Südosten gebietsweise Werte um 0°.

Am Dienstag im Tagesverlauf von Westen und Nordwesten her Regen. Im Südosten aber noch längere Zeit aufgelockerte Bewölkung. An den Alpen leicht föhnig und hier erst in der Nacht zum Mittwoch Niederschläge. Erwärmung auf Werte zwischen 6° im Vogtland und bis 13° in Südbaden. Frischer bis starker Südwestwind. An der Küste und im höheren Bergland teils stürmisch, in exponierten Kamm- und Gipfellagen (schwere) Sturm- oder orkanartige Böen.

Tiefstwerte in der Nacht zum Mittwoch 2° bis 7° und nur noch in Alpentälern Frostgefahr.

Am Mittwoch im Südosten anfangs Regen, in höheren Lagen auch Schnee. Ansonsten wechselnde, zeitweise auch starke Bewölkung und örtlich Regen oder Graupelschauer, oberhalb 500 m auch Schneeschauer. Höchstwerte nur noch zwischen 5° im Vogtland und 10° am Oberrhein. Weiterhin kräftiger Westwind mit Sturmböen auf den Bergen.

Tiefstwerte nachts 6° bis 0° und bei Aufklaren Bodenfrost.

Trendprognose für Deutschland, von Donnerstag, 30.01.2020 bis Samstag, 01.02.2020, Wahrscheinlich Fortdauer des wechselhaften Wetters mit zeitweiligen Regenfällen und recht mild. Höchstwerte am Donnerstag 5° bis 10°, am Freitag und Samstag 6° bis 12°. Nachts Tiefstwerte 2° bis 7° und nur bei Aufklaren Bodenfrost.





Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Pels Leusden
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Pels Leusden 



Lawinenkunde Teil 3 - Schneebrettlawinen

Lawine ist nicht gleich Lawine. Die Schneebrettlawine ist die für
Wintersportler gefährlichste Lawinenart. Welche Bedingungen die
Schneebrettlawine braucht und bei welchen typischen Schneesituationen
sie auftritt, klären wir im heutigen Thema des Tages.


Schneebrettlawinen sind die gefährlichsten Lawinen, da sie für über
90 % der Lawinenopfer verantwortlich sind. Die meisten davon haben
ihre Lawine selbst ausgelöst. Die typische durch Wintersportler
ausgelöste Schneebrettlawine ist 50 Meter breit und 150-200 Meter
lang.

Der erste Faktor für die Lawinenbildung ist die Schichtung der
Schneedecke (siehe Thema des Tages vom 21.01.2020:
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2020/1/21.html). Die
Schneedecke setzt sich aus verschiedenen Schneeschichten der
einzelnen Niederschlagsereignisse zusammen. Zusätzlich wirken weitere
Einflüsse wie Windverfrachtung oder Wärmestrahlung auf die
Zusammensetzung der Schneeschicht. Eine Schneebrettlawine braucht
dabei eine Kombination aus einer durchgehenden Schwachschicht und
einer darüber liegenden genügend stark gebundenen Schicht - dem
Schneebrett. Die Schwachschicht zeichnet sich durch eine schwache
Struktur aus und besteht unter anderem aus kantigen Becherkristallen
aus der aufbauenden Schneeumwandlung. Aber auch eingeschneiter
Oberflächenreif oder Graupel kann die Basis für Schwachschichten
sein. Generell existieren in diesen Schichten nur wenige und schwache
Verbindungen zwischen den Eiskristallen.

Das typische Schneebrett besteht aus dickeren Schichten mit kleinen
Körnern, die gut miteinander verbunden sind. Typisch für die Bildung
eines Schneebrettes ist Triebschnee (vom Wind verfrachteter Schnee),
sodass der Satz: "Der Wind ist der Baumeister der Lawinen!" seine
Berechtigung hat. Ein Schneebrett muss aber trotz des Namens nicht
hart sein - im Gegenteil, die meisten Schneebretter sind weich.

Die zweite Bedingung für den Abgang einer Schneebrettlawine ist ein
auslösender Moment. Am Anfang steht dabei der Initialbruch, eine
Schädigung in der Schwachschicht, zum Beispiel durch zunehmende
Belastung während eines Schneefalls oder durch die Zusatzlast eines
Wintersportlers. Je näher die Schwachschicht an der Schneeoberfläche
liegt und je weicher die überlagernde Schicht ist, umso eher lässt
sich ein Bruch initiieren. Stellen mit einer tief liegenden
Schwachschicht sind also weniger kritisch als Zonen mit wenig Schnee.
Erreicht der Initialbruch eine kritische Fläche, beginnt schlagartig
die Bruchausbreitung innerhalb der Schwachschicht. Das Schneebrett
muss schwer und verformbar sein, um möglichst viel Energie zu
liefern. Je schwerer und verformbarer das Schneebrett und je
schwächer die Schwachschicht ist, umso kleiner ist die "kritische
Größe", ab der sich der Initialbruch schlagartig ausbreitet. In der
Schwachschicht breitet sich der Bruch über den ganzen Hang aus, bis
ein Zugriss quer durch das Schneebrett entsteht. Der Bruch in der
Schwachschicht kommt zum Stillstand und die abgelöste Schneetafel
beginnt sich talwärts zu bewegen.

Dafür jedoch ist der nächste Faktor, eine ausreichende Hangneigung
erforderlich. Meist braucht es für den Abgang der Lawine mindestens
eine 30 Grad Neigung. Die Schneebrettlawine ist dabei durch einen
linienförmigen, meist quer zum Hang verlaufenden Anriss
charakterisiert. "Wumm"- oder Zischgeräusche und Risse beim Betreten
der Schneedecke sind Alarmzeichen, die unmissverständlich zeigen,
dass die Schneedecke alle Eigenschaften hat, die es zur Auslösung
einer Schneebrettlawine braucht.

Schneebrettlawinen können sowohl im trockenen als auch im nassen
Schnee abgehen, sogar lange nach einem Schneefall (auch im Altschnee
ein Problem). Bei nassen Schneebrettlawinen wird die Schneedecke
durch die Schmelze feucht oder erhält durch Regen eine
Zusatzbelastung. Wasser, das in die Schneedecke hineinsickert, kann
sich an markanten Schichtgrenzen stauen. Dort kann es zum Anreißen
einer Schneetafel kommen. Der lokal hohe Wassergehalt kann aber auch
an Schwachschichten zu einer weiteren Abnahme der Festigkeit führen
und den Bruch wahrscheinlicher machen.

Aktuell schätzen die Warndienste die Lawinengefahr in den Hochlagen
der Alpen als mäßig ein mit einer in den kommenden Tagen abnehmenden
Tendenz. Schneebrettlawinen sind vor allem bei
Triebschneeansammlungen oberhalb der Waldgrenze im kammnahen
Steilgelände oder in eingewehten Rinnen und Mulden möglich. Die
Auslösung benötigt allerdings eine große Zusatzbelastung z. B. durch
eine Skifahrergruppe ohne Abstände, vereinzelt auch durch einzelne
Wintersportler.


M.Sc. Sebastian Altnau
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 22.01.2020

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