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Wetterlage in Baden-Württemberg

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Wettervorhersage
Letzte Aktualisierung: 18.11.2019, 13.34 Uhr
Am Rande eines von Norddeutschland zur Nordsee ziehenden Tief strömt von Westen her mäßig kalte Meeresluft nach Baden-Württemberg. SCHNEE: Heute im Schwarzwald oberhalb 400 bis 600 m 2 bis 6, in höheren Staulagen örtlich bis 15 cm Neuschnee. Nachmittags ansteigende Schneefallgrenze und von Süden her nachlassende Niederschläge. FROST/GLÄTTE: In der Nacht zum Dienstag im Bergland und in Oberschwaben verbreitet leichter Frost und vereinzelt Glätte durch Reif. WIND/STURM: Heute im Hochschwarzwald stürmische Böen um 70 km/h, exponiert schwere Sturmböen um 95 km/h aus Südwest. Auf der Alb und in Oberschwaben vorübergehend Böen bis 60 km/h. Im Verlauf der Nacht zum Dienstag allgemein nachlassender Wind. NEBEL: In der Nacht zu Dienstag örtlich in feuchten Niederungen mit Sichtweiten von zum Teil unter 150 m.
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Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Montag, 18. November 2019 13:34:07 Uhr:


Heute vor allem in Baden zeitweise Regen, im Schwarzwald auch Schnee. Dort in Gipfellagen Sturmböen. Nachts lokal Nebel und Reifglätte.
Heute Mittag und im weiteren Verlauf bewölkt, etwas Sonne im Osten und Südosten. Besonders in Baden zeitweise Regen, oberhalb 400 m Schnee, bis zum Abend auf 600° bis 800 m ansteigende Schneefallgrenze. Am Nachmittag von Süden abklingende Niederschläge. 1° bis 8°. Schwacher bis mäßiger, auf der Alb und südöstlich davon frischer Südwestwind mit starken Böen. Im Hochschwarzwald stürmische Böen, exponiert auch schwere Sturmböen. In der Nacht zum Dienstag auch ganz im Norden abklingender Regen. Sonst teils wolkig, teils stark bewölkt, stellenweise Nebel und Reifglätte. +4° bis -3°.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Montag, 18. November 2019 13:34:07 Uhr:


Am Dienstag wolkig bis stark bewölkt, kaum Niederschlag. Höchstwerte von 2° im Schwarzwald bis 8° im nördlichen Rheintal. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen, im Bergland gelegentlich böig auffrischend. In der Nacht zum Mittwoch Wolkenauflockerung. Gebietsweise Nebel- und Hochnebelbildung. Bei Tiefstwerten zwischen +3° und -1° im Bergland örtlich Glätte durch überfrierende Nässe oder Reif.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Montag, 18. November 2019 13:34:07 Uhr:


Am Mittwoch nach Nebel und Hochnebel heiter bis wolkig, im Süden oftmals ganztags bedeckt. Maxima 2° bis 7°. Meist schwacher Wind aus östlichen Richtungen. In der Nacht zum Donnerstag Ausbreitung von Nebel und Hochnebel, allgemein stark bewölkt. Minima +2° bis -2°, örtlich Glättegefahr durch Reif.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Montag, 18. November 2019 13:34:07 Uhr:


Am Donnerstag oft stark bewölkt, vormittags gebietsweise trüb durch Nebel oder Hochnebel. Im Tagesverlauf gebietsweise Sonne, im Hochschwarzwald auch längere Zeit. Höchstwerte 2° bis 7°. Schwacher Wind aus östlichen Richtungen. In der Nacht zum Freitag teils gering, teils stark bewölkt. Im Laufe der Nacht Ausbreitung von Nebel- und Hochnebelfeldern. Tiefstwerte +3° bis -2°. Örtlich Reifglätte.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Donnerstag, 21.11.2019 bis Donnerstag, 28.11.2019 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Montag, 18.11.2019, 13:47 Uhr

Ruhiges Spätherbstwetter und nur anfangs im Nordosten und Osten etwas Regen. Ansonsten meist trocken. Im Nordwesten und im höheren Bergland heitere Abschnitte. Vor allem in der Mitte und im Süden örtlich Nebel.

Vorhersage für Deutschland bis Montag, 25.11.2019, Am Donnerstag erneut häufig stark bewölkt, teils neblig trüb. Dabei im Osten und Nordosten zeitweise etwas Regen, nach Westen und Südwesten hin meist trocken. Größere Chancen für Sonnenschein von NRW bis zum Emsland sowie in höheren Berglagen. Höchstwerte zwischen 2° bei Nebel und Hochnebel und 8° im Nordwesten. Bei längerem Sonnenschein örtlich bis 10°. Schwacher bis mäßiger Wind aus Ost bis Südost. In der Nacht zum Freitag von NRW bis zum Emsland und im höheren Bergland teils gering bewölkt oder klar. Sonst dicht bewölkt, teils neblig trüb und im Norden und Osten ein wenig Regen. Tiefstwerte zwischen 7° und -3°.

Von Freitag bis Sonntag Andauer der zu Nebel und Hochnebel neigenden Wetterlage. Besonders in den tiefen Lagen teils ganztägig trüb, im Westen sowie in den etwas höheren Lagen Chancen auf längere Auflockerungen. Generell mehr Sonne in höheren Mittelgebirgslagen und in den Alpen. Dabei kaum Niederschlag. Nachmittagstemperaturen zwischen 2° in den Nebelgebieten und 8° im Nordwesten. Bei längerem Sonnenschein örtlich bis 10°. Schwacher bis mäßiger Wind aus Südost bis Ost. In den Nächten bei Aufklaren örtlich leichter Frost oder Bodenfrost. Sonst 6° bis 1°.

Am Montag zunächst keine wesentliche Änderung. Im Tagesverlauf aber im Westen und Nordwesten Bewölkungszunahme und nachfolgend Regen. Im Süden in höheren Lagen noch längere Zeit heiter. Tageshöchsttemperaturen zwischen 2° in Niederbayern und 9° im Rheinland. Am Alpenrand bei Sonnenschein örtlich bis 10°. Tiefstwerte nachts zwistchen 1° und 6°. Bei längerem Aufklaren besonders in Bodennähe leichter Frost.





Trendprognose für Deutschland, von Dienstag, 26.11.2019 bis Donnerstag, 28.11.2019,

Unbeständig mit zeitweiligen Regenfällen und auch in der Mitte und im Süden wieder milder. Höchstwerte zwischen 6° im Vogtland und 11° im Rheinland. Tiefstwerte nachts zwischen 2° und 7°.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Olaf Pels Leusden
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Olaf Pels Leusden




10 Tage yr-Wettervorhersage Gaggenau


Festgefahrene Lage

Derzeit gibt es in Europa zahlreiche Rekordmeldungen in Sachen Wärme,
Kälte, aber auch beim Niederschlag und Schneefall. Warum das so ist
und was die festgefahrene Großwetterlage damit zu tun hat, darum geht
es im heutigen Tagesthema

Tiefer Winter und Kälterekorde in Nordskandinavien. Rekordwärme in
Teilen Ost- und Südosteuropas mit über 5 Grad höheren Werten als im
langjährigen Mittel. Regenmassen im westlichen und zentralen
Mittelmeerraum und heftige Sturmböen sowie mehrfache Überflutung der
Lagunenstadt Venedig. Langanhaltende und ergiebige Niederschläge an
der Alpensüdseite inklusive Erdrutschen und Überflutungen.
Gleichzeitig rekordverdächtige Novemberschneemengen in den Hochlagen
und Lawinenabgänge?

Der November 2019 hat in Europa bisher allerhand zu bieten. Und alle
die oben genannten Wetterphänomene hängen miteinander zusammen. Der
Grund dafür ist in der Großwetterlage begründet, die in der ersten
Novemberhälfte vorherrschend war. Normalerweise wechseln sich Tief-
und Hochdruckgebiete in regelmäßigen Abschnitten ab. In den
vergangenen 14 Tagen hat sich an der vorherrschenden Großwetterlage
hingegen kaum etwas getan. Die Lage der steuernden Hoch- und
Tiefdruckgebiete blieb abgesehen von kleineren Schwankungen nahezu
stationär. Man spricht in solch einem Fall von einer ?persistenten?
oder ?blockierenden Großwetterlage?.

Am anschaulichsten zeigt sich die festgefahrene Situation beim Blick
auf die Temperaturanomalien seit Monatsbeginn im Vergleich zu den
langjährigen Mittelwerten (siehe Grafik unter dem Thema des Tages,
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2019/11/18.html). Dort
fällt zum einen der massive Wärmeüberschuss über Ost- und
Südosteuropa auf. Gleichzeitig sieht man unterdurchschnittliche
Temperaturverhältnisse in West- und Nordwesteuropa. In die Karte
wurde zudem noch die durchschnittliche Lage der Hoch und
Tiefdruckgebiete in der ersten Monatshälfte eingezeichnet.
Nun muss man noch wissen, dass sich Tiefdruckgebiete entgegen des
Uhrzeigersinns drehen. Damit lässt sich erkennen, dass über der
Osthälfte von Europa die Grundströmung zumeist eine südliche
Komponente hatte, sodass warme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum und
Nordafrika nordwärts transportiert wurden. Gleichzeitig werden an der
Westflanke des Tiefs mit einer eher nördlichen Windkomponente kalte
Luftmassen polaren Ursprungs nach Westeuropa geschaufelt.

Um die in den ersten Abschnitten genannten Auswirkungen der
stationären Großwetterlage zu verstehen, bedarf es noch zwei weiterer
Punkte. Da sind zum einen das noch verhältnismäßig warme Mittelmeer
und zum anderen die vornehmlich in West-Ost Richtung verlaufenden
Alpen zu nennen.
Wenn nun an der Westflanke des Tiefs kalte Luftmassen bis in den
Mittelmeerraum vorstoßen, können sich in Kombination mit den warmen
Wasserflächen kräftige Tiefdruckgebiete bilden. Diese sorgen nicht
nur für intensive Niederschläge, sondern auch für Sturm. Mit der
südlichen Strömung wird durch den Sturm auch immer wieder das Wasser
des Mittelmeers gegen die Küste gedrückt und das erklärt, neben
anderen Gründen, auch die Überflutungen von Venedig.

Die mit viel Feuchtigkeit angereicherte Mittelmeerluft wird durch die
südliche Anströmungsrichtung gegen die Alpen gedrückt. Diese wirken
wie eine natürlich Barriere an denen die feuchte Luftmasse wie ein
nasser Schwamm ausgedrückt wird. Die Folge sind heftige
Niederschläge. So sind beispielsweise in Kärnten (im Süden von
Österreich) teils über 500 l/qm in 14 Tagen gefallen (Durchschnitt:
140 l/qm im Gesamtmonat). In den Hochlagen fiel der Niederschlag als
Schnee. So zum Beispiel im Südtirol mit über 1 m Neuschnee.

Bleibt noch die Frage, warum es in Nordskandinavien so kalt ist. Dort
lag man häufig nördlich der stationären Tief-Hoch-Konstellation und
damit in einer nordöstlichen Anströmungsrichtung, mit der kalte
Luftmassen arktischen Ursprungs angezapft wurden.

Wirft man nochmal einen Blick auf die kommende Woche, so zeigt sich,
dass sich an der grundlegenden Wetterlage nichts Wesentliches ändern
wird. Westeuropa wird auch weiterhin von einem steuernden
Tiefdruckgebiet beeinflusst, während über Osteuropa hoher Luftdruck
vorherrscht. Entsprechend wird sich an der grundlegenden
Temperaturverteilung nichts Grundlegendes ändern und in einigen
Teilen von Südwest- und Südeuropa muss auch wieder mit Meldungen über
heftige Starkniederschläge gerechnet werden. In Deutschland liegt man
zwischen den Stühlen in einer ruhigen, vielfach herbstlich grauen
Grundstimmung mit gelegentlich etwas Regen.


Dipl.-Met. Marcus Beyer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 18.11.2019

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