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Letzte Aktualisierung: 21.01.2021, 14.43 Uhr
Ein Orkantief über der Nordsee führt mit zunehmend lebhafter Südwestströmung sehr milde Atlantikluft nach Baden-Württemberg. WIND/STURM/ORKAN: Im Norden und Westen Windböen um 60, im Bergland oberhalb 600 m mitunter Sturmböen bis 80, im Hochschwarzwald schwere Sturmböen um 90 km/h aus Südwest. Am östlichen Bodensee Föhnböen mit rund 60 km/h aus Süd. In der Nacht zum Freitag im Westen zeitweise stürmische Böen um 70, auf hohen Schwarzwaldgipfeln orkanartige Böen, vereinzelt Orkanböen (UNWETTER) um 120 km/h aus Südwest. Im Freitagvormittagsverlauf überall deutliche Abschwächung. Dann lediglich noch im oberen Schwarzwald stürmische Böen um 70 km/h. TAUWETTER: Bis Freitagmittag kommt es im Schwarzwald in Verbindung mit Schneeschmelze zu einem Wassereintrag von 30 bis 40 l/qm in 30 Stunden. GEWITTER: In der Nacht im Nordwesten einzelne Gewitter mit stürmischen Böen um 70 km/h nicht ausgeschlossen.
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Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Donnerstag,, 21. Januar 2021 14:43:11 Uhr:


Windig, im Schwarzwald stürmisch und Tauwetter. In der Nacht zum Freitag exponiert im Schwarzwald vereinzelt Orkanböen. Freitag Windabschwächung.
Heute Nachmittag im Westen/Nordwesten Aufzug schauerartig verstärkten Regens. Bis zum Abend die Donau erreichend. Im Bergland Tauwetter. Maxima von 6° in Oberschwaben bis 14° am Westrand des Schwarzwaldes. Mäßiger Wind aus Südwest, am östlichen Bodensee aus Süd. Verbreitet frische bis starke Böen. Am östlichen Bodensee, im Westen und in höheren Lagen starke bis stürmische Böen. Im höheren Schwarzwald Sturmböen, exponiert schwere Sturmböen. In der Nacht zum Freitag stark bewölkt bis bedeckt. Zunächst verbreitet Regen, dann überwiegend Schauerniederschlag. Im Nordwesten geringe Gewitterneigung. Im Südosten überwiegend trocken. Minima 9° bis 0°, mit den tiefsten Werten im Südosten. Bis auf Oberschwaben starke bis stürmische Böen aus Südwest. In Hochlagen des Schwarzwaldes schwere Sturmböen, exponiert orkanartige Böen, vereinzelt Orkanböen.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Donnerstag,, 21. Januar 2021 14:43:11 Uhr:


Am Freitag stark bewölkt und von Westen Regen, in höchsten Schwarzwaldlagen am Abend in Schnee übergehend. Höchstwerte 6° bis 13°. Meist schwacher Südwestwind mit frischen, im Bergland auch steifen Böen. Auf Schwarzwaldgipfeln anfangs Sturm- und schwere Sturmböen, am Nachmittag lediglich noch starke bis stürmische Böen. In der Nacht zum Samstag bewölkt mit anhaltendem Niederschlag, dabei zunehmend bis auf mittlere Lagen als Schnee. Vor allem im Bergland Glätte. Tiefstwerte +3° bis -2°. Auf höchsten Schwarzwaldgipfeln stürmische Böen aus Südwest.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Donnerstag,, 21. Januar 2021 14:43:11 Uhr:


Am Samstag stark bewölkt, am ehesten im Osten noch Chancen auf zeitweise Sonne. Später von Westen Regen, im Bergland Schnee. Höchstwerte von 2° bis 10°. Schwacher Südwestwind mit frischen, im Bergland starken Böen. Exponiert im Schwarzwald Sturmböen oder schwere Sturmböen. In der Nacht zum Sonntag zeitweise Regen, in höheren Lagen Schnee. Tiefstwerte von +3° bis -3°. Im Süden starke bis stürmische Böen aus West. Exponiert im Schwarzwald orkanartige Böen.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Donnerstag,, 21. Januar 2021 14:43:11 Uhr:


Am Sonntag einzelne Regenschauer, dabei bis auf mittlere Lagen Schnee, bei kräftigen Schauern bis in tiefe Lagen mit Graupel. Zeitweise Glätte vor allem im Bergland. Bei Höchstwerten von -1° bis +6° vorherrschend mäßiger Südwestwind mit starken, im Bergland stürmischen Böen und exponiert im Schwarzwald Sturmböen. In der Nacht zum Montag von Südwesten zeitweise Schneefall, in tiefen Lagen Schneeregen. Tiefstwerte bei +1° bis -5°. Verbreitet Glätte. Im Bergland starke bis stürmische Böen aus West. Exponiert im Schwarzwald Sturmböen.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Sonntag, 24.01.2021 bis Sonntag, 31.01.2021 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Donnerstag, 21.01.2021, 13:50 Uhr

Wechselhaft mit schauerartigen Niederschlägen, in den Niederungen teils Schnee, teils Regen, im Bergland als Schnee und dort winterlich. Am Mittwoch im Südwesten, ab Donnerstag auch weiter nordöstlich Milderung.

Vorhersage für Deutschland bis Donnerstag, 28.01.2021, Am Sonntag wechselnd, meist jedoch stark bewölkt und vor allem in der Osthälfte zeitweise Niederschlag. Dabei bis in tiefere Lagen Schneeregen, oberhalb 200-400 m durchweg Schnee, örtlich Glätte. In der Westhälfte und später auch an den Alpen kaum Flocken oder Tropfen und einige Auflockerungen. Nasskalt mit Temperaturmaxima zwischen 1° und 4°, im Breisgau bis 6°. Oberhalb 500-600 m meist leichter Dauerfrost. Mäßiger bis frischer Wind aus Südwest bis West, im südlichen Bergland mit Sturmböen. In der Nacht zum Montag stark bewölkt und von Westen her bis in tiefere Lagen etwas Schneefall. Im Osten und Norden bis auf wenige Schneeschauer meist trocken. Bei Tiefsttemperaturen zwischen +1° und -6° häufig Glätte durch Neuschnee oder überfrierende Nässe.

Am Montag im Süden und Südwesten meist stark bewölkt mit schauerartigem Niederschlag, im Bergland oberhalb 300m Schneefall, in den Tälern teilweise Regen. Im Norden und Osten wolkig mit Aufheiterungen und vor allem von Vorpommern bis zum Erzgebirge gelegentlich Schnee- oder Graupelschauer. Höchsttemperaturen zwischen +1° und +4°, im Südosten und im Bergland um 0°. Schwacher bis mäßiger, im Süden teils frischer West- bis Nordwestwind mit Sturmböen im Bergland. In der Nacht zum Dienstag weitere Schneeregen- und Schneeschauer. Abkühlung auf +1° bis -5°, örtlich darunter. Verbreitet Glättegefahr.

Am Dienstag wechselnde bis starke Bewölkung und vor allem im Norden und Osten noch einzelne Schnee- oder Graupelschauer. Gegen Abend im Südwesten aufkommender Niederschlag. In tiefen Lagen teils Regen, sonst Schneefall. Höchstwerte zwischen -1° im mittleren Bergland und +4° an der Mosel. Schwacher bis mäßiger West- bis Nordwestwind. In der Nacht zum Mittwoch Ausbreiten der Niederschläge bis zur Mitte. Dabei anfangs längere Zeit Schneefall. Im Nordosten meist trocken. +1° bis -5°.

Am Mittwoch im Westen und Süden sowie in der Mitte stark bewölkt und zeitweise Niederschlag, im Südwesten bis in die höchsten Lagen in Regen übergehend, sonst meist als Schnee. Im Nordosten kaum Schnee und ein paar Auflockerungen. Höchsttemperaturen +1° bis +4°, im Südwesten bis +5°. Schwacher bis mäßiger, im Südwesten teils frischer Südwestwind, sonst Wind aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Donnerstag weitere Niederschläge, im Südwesten meist Regen, sonst Schneefall mit Glättegefahr. Abkühlung auf 0° bis -4°, im Südwesten und Westen frostfrei bei +1° bis +3°. Am Donnerstag im Norden und Osten anfangs teils kräftiger Schneefall, abends und in der Nacht zum Freitag meist in Regen übergehend. Auch sonst Niederschläge, die meist bis in die Hochlagen in Form von Regen fallen. Höchsttemperaturen zwischen 0° in Ostvorpommern und +8° am Oberrhein. Tiefstwerte nachts zwischen -3° in Ostvorpommern und +4° im Südwesten.

Trendprognose für Deutschland, von Freitag, 29.01.2021 bis Sonntag, 31.01.2021, Von Freitag bis Sonntag weiter unbeständig und gebietsweise Regen, im Nordosten vorübergehend auch Schnee. Tagestemperaturen zwischen +1° in Ostvorpommern und +8° am Oberrhein. In den Nächten Tiefstwerte zwischen -2° im Nordosten und +5° im Südwesten. Zeitweise mäßiger Südwestwind, im Nordosten teils aus Südost bis Ost.



Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Olaf Pels Leusden
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Olaf Pels Leusden 



Der stürmische GORAN


Stürmisch und teils ungewöhnlich mild war es heute Morgen, vor allem
im Westen und Südwesten des Landes. Warum das so war und wo die
höchsten Windgeschwindigkeiten gemessen wurden, soll im heutigen
Thema des Tages dargestellt werden.


Na, hat Ihnen am heutigen Donnerstagmorgen auch ein stürmischer Wind
um die Ohren geweht? Dann erging es Ihnen so wie vielen Menschen in
der Westhälfte Deutschlands. Auch der Verfasser selbst spürte den
Wind auf dem Weg zum Dienst doch recht deutlich. Außerdem war es
teils ungewöhnlich mild. Verantwortlich dafür war Tief GORAN, das in
etwa über der nördlichen Nordsee lag und sich bis morgen Mittag ins
mittlere Norwegen verlagert. Es induziert eine kräftige südwestliche
Strömung mit der feuchtmilde Atlantikluft herangeführt wird.

Die Kaltfront des Tiefs schwenkte am Morgen in den Westen
Deutschlands und liegt derzeit (12 MEZ) in etwa auf einer Linie
Lübecker Bucht-Schwarzwald. In Verbindung mit der Kaltfrontpassage
und einem ordentlichen Druckgradienten zwischen Emden (981 hPa um 6
MEZ) und Stuttgart (1002 hPa um 6 MEZ) gab es doch einige Sturmböen
bis in tiefe Lagen der Westhälfte. Auch vereinzelt schwere Sturmböen
traten beispielsweise in Friesoythe-Altenoythe (102 km/h), Diepholz
(98 km/h), am Flughafen Münster-Osnabrück (98 km/h) oder auch auf dem
Petrisberg in Trier (91 km/h) auf. Ganz im Norden waren zum Beispiel
in Schleswig (108 km/h) oder Glücksburg-Meierwik (104 km/h) auch
orkanartige Böen mit von der Partie (siehe Grafik unter:
https://bit.ly/3o5R8b2). Für Orkanböen reichte es auf dem Brocken
oder an exponierten Küstenstationen. Im Laufe des heutigen Tages
schwächt sich der Sturm jedoch deutlich ab. Auch weil der
Druckgradient über Deutschland abnimmt. Am Nachmittag beträgt die
Druckdifferenz nur noch 14 hPa. Dies reicht zwar noch für einzelne
steife Böen, vor allem im Osten des Landes, der Sturm ist aber
vorüber. Lediglich in den Hochlagen der Berge und an der Küste bleibt
es stürmisch. Auch der Föhnsturm in den Alpen hält an und bricht hier
und da bis in die Täler durch.

Aber nicht nur der Sturm war am Morgen ein interessantes Thema,
sondern auch die ungewöhnlich milden Temperaturen. Beispielsweise
wurden um 07 MEZ entlang des Mittelrheins und im Südwesten 10 bis 13
Grad gemessen. Rückseitig der Kaltfront lagen die Temperaturen noch
bei 4 bis 7 Grad und in höheren Lagen um 2 Grad.


Dipl.-Met. Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.01.2021

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